Mittwoch, 22. November 2017

Alles Gute zum Geburtstag, Opa!


Heute hätte mein Opa Gottfried Geburtstag feiern können, er wurde am 22. November 1898 geboren. 


Er hat fast sein ganzes Leben in Haltern gewohnt, nur seine letzten Jahre verbrachte er in Recklinghausen. Zunächst bei meiner Tante Anni, seiner Tochter, und dann in einem Seniorenheim. Seine große Leidenschaft waren Pferde. 

Freitag, 3. November 2017

Geburtstag meiner Ur-Großmutter Katharina


Am 2. November 1868 wurde meine Ur-Großmutter mütterlicherseits als Katharina Marciniak in Radlin im Kreis Jarotschin in Posen geboren. Das ist nun 149 Jahre her, eine unvorstellbare Zeitspanne. 

1897 heiratete sie meinen Ur-Großvater Martin Stryczynski. Er war sieben Jahre jünger, deswegen vermute ich, dass es die zweite Ehe für Katharina war. 
Leider weiß ich nicht, was aus ihnen wurde. Sie sind irgendwann ins Ruhrgebiet nach Herne gekommen und da verliert sich ihre Spur... 


Freitag, 28. Juli 2017

Im Moment geht es nicht weiter


Das kennt wohl jeder, der Ahnenforschung betreibt: Irgendwann kommt man einen Punkt, da kommt man nicht weiter. Entweder ist man vor eine Wand gelaufen oder man hat so viele lose Enden, dass man nicht weiß, wo man weitermachen soll. 

Im Moment komme ich bei meinem Großonkel Anton Stryczynski nicht weiter. Seine Spur verliert sich für mich in Herne oder Wanne-Eickel. Nachfragen haben ergeben, dass er nach dem 2. Weltkrieg dort nicht gemeldet ist. Es existiert aber anscheinend auch keine Grabstelle. Entweder ist er im Krieg gefallen oder verschollen oder einfach nur aus Herne weggezogen. Aber wohin? Unterlagen hat die Stadt leider nicht. 
Ich habe eine Anfrage bei der WaST gestellt, aber das kann ja wieder 2 Jahre dauern.

Das gilt auch für meine Ur-Großeltern Martin und Katharina Stryczynski. Sie sind nach Herne gekommen und dann verliert sich auch hier die Spur. Ihre Tochter Helene, meine Großtante ist in Herne geblieben, hat dort geheiratet und ist dort gestorben. Ebenso weiß ich ja, was aus meiner Oma Marianne wurde.  

Auch mit meiner Ur-Ur-Großmutter Magdalena Stryczynski, Martins Mutter, komme ich nicht weiter. Ein Vater ist für Martin ja nicht angegeben, also war sie vermutlich nicht verheiratet und damit wird es schwierig.

Im Augenblick fehlt mir aber auch die Ruhe und die Zeit, mich da wieder reinzuknien. Vielleicht schnappe ich mir im Winter wieder ein loses Ende und suche intensiver weiter. Wahrscheinlich brauche ich nur mal wieder ein Erfolgserlebnis. ;-) 

Samstag, 17. Juni 2017

Antwort von der WASt in Berlin

Heute, etwas mehr als zwei Jahre nach meiner Anfrage bei der Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht (WASt) erhielt ich Antwort zu meinem Opa Ewald. 

Leider liegen ihnen keine Personalpapiere wie Wehrpass, Wehrstammbuch oder Personalakte vor, da sie vermutlich durch Kriegseinwirkung verloren gegangen sind. Aber trotzdem habe ich für mich sehr interessanten Informationen bekommen, z. B. seine Erkennungsmarke und die Truppenbezeichnung.

Zunächst war er von August 1939 bis März 1940 bei der leichten Infanterie-Kolonne des Infanterie-Regiments 44, dann beim Pionierzug mit Einsatzräumen in Polen und Frankreich, zunächst in Bartenstein. Sein Dienstgrad war zunächst Gefreiter, später Obergefreiter.
Laut den Unterlagen war mein Opa in Nordrussland, Mittelrussland, Weißruthenien und Litauen/Narew. 
Außerdem wurde er mehrfach verwundet und hatte mehrere Lazarettaufenthalte. Zuletzt war er am 22.11.1943 in einem Reservelazarett in Münden. Hier ist kein Abgang verzeichnet. Nur, dass er am 02.11.1945 von einer britischen Entlassungsstelle registriert wurde. Über die Kriegsgefangenschaft selbst liegen keine Aufzeichnungen vor.
Und von Juni 1941 bis Februar 1943 liegen keine Truppenmeldungen vor. Möglich, dass er in der Zeit also zuhause war und am 19.05.1943 wieder eingezogen wurde. 

Natürlich ist es schade, dass es keine Dokumente gibt, aber auch mit dieser Aufstellung hier konnte ich doch einige Lücken füllen und darüber bin ich sehr froh. 








Freitag, 17. März 2017

Zum Todestag meiner Oma


Am 17. März 1969 starb meine Oma Martha mit gerade mal 52 Jahren. Das war zwei Jahre vor meiner Geburt, so dass ich sie leider gar nicht mehr kennen lernen durfte. 

Meine Oma selbst noch als Kind daheim in Dirschau.  




Mittwoch, 15. März 2017

Dirschau in Westpreußen

Das heutige Tczew liegt in Polen, genauer in der Woiwodschaft Pommern. Früher hieß die Stadt Dirschau und hier wurde meine Oma mütterlicherseits geboren. 






Post aus Polen


Genauer gesagt aus Dirschau, dem heutigen Tczew. Das dortige Standesamt hat mir letzte Woche eine Kopie des Geburtseintrags aus dem Geburtenregister meiner Oma mütterlicherseits geschickt. Die Daten hatte ich zwar schon, aber der Eintrag selbst fehlte mir bisher.  

Da Dirschau zu den ehemaligen deutschen Gebieten im Osten gehörte, habe ich einfach mal einen Brief auf Deutsch ans Standesamt geschickt und nur knapp 2 Wochen später bekam ich kostenlos die Kopie. 😏


Sonntag, 26. Februar 2017

Alles Gute, Onkel Ewald!

Und wieder ein Geburtstag, der nicht mehr gefeiert werden kann.
Heute wäre mein Onkel Ewald, der Bruder meiner Mutter, 80 Jahre alt geworden. Leider ist er 1964 tödlich verunglückt, kurz vor der Hochzeit meiner Eltern. Er wurde gerade mal 27 Jahre alt.


Die Anzeige hat mir unser Stadtarchiv freundlicherweise aus einer alten Zeitung kopiert.


Hier seht ihr ihn bei einem Schützenfest.

Übrigens hatte Onkel Ewald am selben Tag Geburtstag wie Johnny Cash. Der wäre heute 85 Jahre alt geworden. 



Freitag, 24. Februar 2017

Herzlichen Glückwunsch, Oma Martha!


Am 24. Februar 1916 wurde meine Oma mütterlicherseits als Martha Elisabeth Liedtke in Dirschau in Westpreussen geboren, vor genau 101 Jahren. 
Leider ist sie mit nur 48 Jahren an Krebs gestorben und zwar zwei Jahre vor meiner Geburt. Ich habe sie also nie kennengelernt und das finde ich sehr schade.

 Oben: Meine Oma als Kind in Westpreussen

 Oben: Meine Oma in den 1930er in der Nähe von Dülmen

Oben: Meine Oma und mein Onkel. Das muss relativ kurz vor ihrem Tod gewesen sein

Meine Mutter erzählte mir oft, sie hatte keine schöne Kindheit, ihre Mutter sei sehr hart gewesen. Aber meine Oma hatte sicher auch kein leichtes Leben. Geboren im 1. Weltkrieg, dann irgendwann die Flucht in den Westen, dann kam der 2. Weltkrieg und ihr Mann war ihr mit den Kindern wohl auch keine große Hilfe, denn er war dann ja überwiegend im Krieg. Überhaupt muss auch er kein einfacher Mann gewesen sein, sehr jähzornig.
Wie gesagt, ich hätte meine Oma gerne noch erlebt und mir von ihr ihre Geschichte erzählen lassen. 






Samstag, 11. Februar 2017

Meine Großtante "Änne"

Johanna Wilhelmina Klaus, verheiratete Einhaus, war die Schwester meines Opas väterlicherseits. Sie ist inzwischen verstorben und im Gegensatz zu dem Grab meiner Großeltern existiert ihres noch auf unserem städtischen Friedhof.




Donnerstag, 2. Februar 2017

Schriftstücke aus der Vergangenheit


Es ist schon irgendwie ein komisches Gefühl, wenn man plötzlich Kopien eines Schreibens aus dem Jahr 1943 in den Händen hält auf dem oben steht "Geheime Staatspolizei". 
In diesem Fall geht es um den Mann meiner Großtante Helene, Anton. Er wurde 1934 verhaftet und zu einer Zuchthausstrafe von drei Jahren verurteilt wegen "Vorbereitung zum Hochverrat". Das Schreiben ist ein Antrag auf "Wiederverleihung der Wehrwürdigkeit" und es wird ausführlich dargelegt, dass er 1937 aus der Haft entlassen wurde und sich danach wieder in die Gesellschaft einfügte und sich nichts mehr zu Schulden kommen ließ.  Damit wurde ihm die Wehrtauglichkeit bescheinigt und er wurde an die Front geschickt.
Tragisch nur, dass er nie wieder heimkehrte. Meine Großtante wartete vergeblich auf ihn und hat ihn schließlich später für tot erklären lassen. 

Außerdem liegt mir eine Kopie eines Schreibens der Stadt Herne an den Regierungspräsidenten in Münster vor, in dem es um "eine besondere finanzielle Betreuung für als Opfer des Faschismus anerkannte Personen" geht und in dem meine Großtante erwähnt wird, die mit zwei Kindern allein dasteht. 

Es hat ihm und seiner Familie also rein gar nichts gebracht, dass er wieder als wehrwürdig erklärt wurde, im Gegenteil...


Die obige Gedenktafel findet man auf dem Südfriedhof in Herne und sie steht für den antifaschistischen Widerstand. Ganz unten wird auch mein Großonkel erwähnt. 






Samstag, 21. Januar 2017

Geburtstag meiner Oma Marianne


Am 21. Januar 1898 wurde meine Oma als Marianna Stryczynski in Rogaczyce in Posen geboren. 



Somit würde sie heute also ihren 119. Geburtstag feiern. *g*  Alles Gute, liebe Oma Marianne.




Das auf dem Schaukelpferd bin übrigens ich und das war bei meinen Großeltern. 





Freitag, 13. Januar 2017

Es begann mit alten Fotos

Es war 2014, als ich zufällig auf alte Fotos meiner Mutter stieß. Kinderfotos von ihr, ihren Geschwistern, ihren Eltern und ihren Großeltern.
Da wurde mir klar, wie wenig ich eigentlich über meine Vorfahren weiß, manchmal nicht mal den vollen Namen, Geburts- oder Sterbedaten. Und ich wollte unbedingt mehr erfahren.
Nun ist meine Mutter leider an Demenz erkrankt und kann mir nicht mehr viel sagen. Also habe ich mich in einem Ahnenforschungsforum schlau gemacht, wie man am besten vorgehen sollte.
Am erfolgreichsten ist wohl die "Rückwärtssuche", also Generation für Generation zurück in der Vergangenheit erforschen. Aber wie? 
Ich erfuhr, dass Standesämter und Stadtarchive die ersten Quellen sind, denn hier erhält man Geburts-, Heirats- und Todeseinträge und aus diesen gehen wieder weitere  Informationen aus vorherigen Generationen hervor, wie die Eltern der Großeltern usw. 

Ich hatte das große Glück, dass mir unser Stadtarchiv einen ganzen Stapel Kopien solcher Einträge kostenlos zugeschickt hat. So habe ich eine Menge über die Linie meines Großvaters väterlicherseits erfahren, wie z. B. dass eine seiner Schwestern in den Zwanziger Jahren in die USA auswanderte. Oder dass drei seiner Brüder bereits kurz nach der Geburt verstarben. Was ja früher leider keine Seltenheit war.
Schwieriger war es bei meiner Oma väterlicherseits, denn ich kannte nur ihren Mädchennamen und wusste von meinem Vater, dass sie aus Posen kam. Aber seit ein paar Tagen bin ich auch hier ein gutes Stück weiter gekommen bis zum Namen meiner Ur-Ur-Oma.


Die Seite meiner Mutter ist auch nicht ganz einfach. Ich hatte nur ein altes Foto meiner Ur-Großeltern und auf der Rückseite stand "Dirschau 1914", also Westpreußen. Meine Oma und ihre Schwester sind dort geboren und kamen irgendwann nach Deutschland. Der Familienname war Liedtke, aber das war auch schon so ziemlich alles, was meine Mutter mir sagen konnte. Hier erhielt ich dann sehr freundliche Hilfe eines Users aus einem Ahnenforschungsforum.
Mein Opa, der Vater meiner Mutter, wurde in Recklinghausen geboren, das erfuhr ich aus der Heiratsanzeige meiner Großeltern. Mittlerweile bin ich hier auch schon bis zu meinen Ur-Großeltern gekommen.

Und jeder Erfolg spornt natürlich dazu an, weiter zu machen. Ich bin sehr gespannt, wie weit ich kommen werde.