Freitag, 28. Juli 2017

Im Moment geht es nicht weiter


Das kennt wohl jeder, der Ahnenforschung betreibt: Irgendwann kommt man einen Punkt, da kommt man nicht weiter. Entweder ist man vor eine Wand gelaufen oder man hat so viele lose Enden, dass man nicht weiß, wo man weitermachen soll. 

Im Moment komme ich bei meinem Großonkel Anton Stryczynski nicht weiter. Seine Spur verliert sich für mich in Herne oder Wanne-Eickel. Nachfragen haben ergeben, dass er nach dem 2. Weltkrieg dort nicht gemeldet ist. Es existiert aber anscheinend auch keine Grabstelle. Entweder ist er im Krieg gefallen oder verschollen oder einfach nur aus Herne weggezogen. Aber wohin? Unterlagen hat die Stadt leider nicht. 
Ich habe eine Anfrage bei der WaST gestellt, aber das kann ja wieder 2 Jahre dauern.

Das gilt auch für meine Ur-Großeltern Martin und Katharina Stryczynski. Sie sind nach Herne gekommen und dann verliert sich auch hier die Spur. Ihre Tochter Helene, meine Großtante ist in Herne geblieben, hat dort geheiratet und ist dort gestorben. Ebenso weiß ich ja, was aus meiner Oma Marianne wurde.  

Auch mit meiner Ur-Ur-Großmutter Magdalena Stryczynski, Martins Mutter, komme ich nicht weiter. Ein Vater ist für Martin ja nicht angegeben, also war sie vermutlich nicht verheiratet und damit wird es schwierig.

Im Augenblick fehlt mir aber auch die Ruhe und die Zeit, mich da wieder reinzuknien. Vielleicht schnappe ich mir im Winter wieder ein loses Ende und suche intensiver weiter. Wahrscheinlich brauche ich nur mal wieder ein Erfolgserlebnis. ;-) 

Samstag, 17. Juni 2017

Antwort von der WASt in Berlin

Heute, etwas mehr als zwei Jahre nach meiner Anfrage bei der Deutschen Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht (WASt) erhielt ich Antwort zu meinem Opa Ewald. 

Leider liegen ihnen keine Personalpapiere wie Wehrpass, Wehrstammbuch oder Personalakte vor, da sie vermutlich durch Kriegseinwirkung verloren gegangen sind. Aber trotzdem habe ich für mich sehr interessanten Informationen bekommen, z. B. seine Erkennungsmarke und die Truppenbezeichnung.

Zunächst war er von August 1939 bis März 1940 bei der leichten Infanterie-Kolonne des Infanterie-Regiments 44, dann beim Pionierzug mit Einsatzräumen in Polen und Frankreich, zunächst in Bartenstein. Sein Dienstgrad war zunächst Gefreiter, später Obergefreiter.
Laut den Unterlagen war mein Opa in Nordrussland, Mittelrussland, Weißruthenien und Litauen/Narew. 
Außerdem wurde er mehrfach verwundet und hatte mehrere Lazarettaufenthalte. Zuletzt war er am 22.11.1943 in einem Reservelazarett in Münden. Hier ist kein Abgang verzeichnet. Nur, dass er am 02.11.1945 von einer britischen Entlassungsstelle registriert wurde. Über die Kriegsgefangenschaft selbst liegen keine Aufzeichnungen vor.
Und von Juni 1941 bis Februar 1943 liegen keine Truppenmeldungen vor. Möglich, dass er in der Zeit also zuhause war und am 19.05.1943 wieder eingezogen wurde. 

Natürlich ist es schade, dass es keine Dokumente gibt, aber auch mit dieser Aufstellung hier konnte ich doch einige Lücken füllen und darüber bin ich sehr froh. 








Freitag, 17. März 2017

Zum Todestag meiner Oma


Am 17. März 1969 starb meine Oma Martha mit gerade mal 52 Jahren. Das war zwei Jahre vor meiner Geburt, so dass ich sie leider gar nicht mehr kennen lernen durfte. 

Meine Oma selbst noch als Kind daheim in Dirschau.  




Mittwoch, 15. März 2017

Dirschau in Westpreußen

Das heutige Tczew liegt in Polen, genauer in der Woiwodschaft Pommern. Früher hieß die Stadt Dirschau und hier wurde meine Oma mütterlicherseits geboren. 






Post aus Polen


Genauer gesagt aus Dirschau, dem heutigen Tczew. Das dortige Standesamt hat mir letzte Woche eine Kopie des Geburtseintrags aus dem Geburtenregister meiner Oma mütterlicherseits geschickt. Die Daten hatte ich zwar schon, aber der Eintrag selbst fehlte mir bisher.  

Da Dirschau zu den ehemaligen deutschen Gebieten im Osten gehörte, habe ich einfach mal einen Brief auf Deutsch ans Standesamt geschickt und nur knapp 2 Wochen später bekam ich kostenlos die Kopie. 😏


Sonntag, 26. Februar 2017

Alles Gute, Onkel Ewald!

Und wieder ein Geburtstag, der nicht mehr gefeiert werden kann.
Heute wäre mein Onkel Ewald, der Bruder meiner Mutter, 80 Jahre alt geworden. Leider ist er 1964 tödlich verunglückt, kurz vor der Hochzeit meiner Eltern. Er wurde gerade mal 27 Jahre alt.


Die Anzeige hat mir unser Stadtarchiv freundlicherweise aus einer alten Zeitung kopiert.


Hier seht ihr ihn bei einem Schützenfest.

Übrigens hatte Onkel Ewald am selben Tag Geburtstag wie Johnny Cash. Der wäre heute 85 Jahre alt geworden. 



Freitag, 24. Februar 2017

Herzlichen Glückwunsch, Oma Martha!


Am 24. Februar 1916 wurde meine Oma mütterlicherseits als Martha Elisabeth Liedtke in Dirschau in Westpreussen geboren, vor genau 101 Jahren. 
Leider ist sie mit nur 48 Jahren an Krebs gestorben und zwar zwei Jahre vor meiner Geburt. Ich habe sie also nie kennengelernt und das finde ich sehr schade.

 Oben: Meine Oma als Kind in Westpreussen

 Oben: Meine Oma in den 1930er in der Nähe von Dülmen

Oben: Meine Oma und mein Onkel. Das muss relativ kurz vor ihrem Tod gewesen sein

Meine Mutter erzählte mir oft, sie hatte keine schöne Kindheit, ihre Mutter sei sehr hart gewesen. Aber meine Oma hatte sicher auch kein leichtes Leben. Geboren im 1. Weltkrieg, dann irgendwann die Flucht in den Westen, dann kam der 2. Weltkrieg und ihr Mann war ihr mit den Kindern wohl auch keine große Hilfe, denn er war dann ja überwiegend im Krieg. Überhaupt muss auch er kein einfacher Mann gewesen sein, sehr jähzornig.
Wie gesagt, ich hätte meine Oma gerne noch erlebt und mir von ihr ihre Geschichte erzählen lassen.